Decke weiß streichen mit Farbrolle – Anleitung und Tipps zum Decke streichen Foto von Ksenia Chernaya

Decke richtig streichen: Richtung und Tipps für ein streifenfreies Ergebnis

13. Januar 2026

Eine frisch gestrichene Decke verleiht jedem Raum sofort ein neues, sauberes Aussehen. Doch wer schon einmal selbst zur Farbrolle gegriffen hat, weiß: Decken zu streichen ist eine Herausforderung.

Besonders die Frage, in welche Richtung man die Decke streichen soll sorgt oft für Unsicherheit: Ist längs oder quer zum Fenster richtig?

Mit den richtigen Techniken und etwas Vorbereitung gelingt der Anstrich aber streifenfrei und professionell. In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Decke richtig streichen und welche Fehler Sie vermeiden sollten.

Häufige Probleme beim Decke streichen

Auch mit der besten Vorbereitung können beim Streichen der Decke typische Probleme auftreten.

Sichtbare Streifen oder Rollansätze

Wenn die Farbe zu schnell trocknet oder die Bahnen nicht richtig überlappend gestrichen werden, entstehen vor allem bei Farben mit zu kurzer Offenzeit schnell unschöne Streifen. Zügiges Arbeiten mit hochwertigen Farben ist hier das beste Gegenmittel.

Tropfende Farbe

Wenn die Rolle zu stark in Farbe getränkt ist oder ungleichmäßig geführt wird, führt das oft zu Farbtropfen. Auch zu dünnflüssige Farbe kann tropfen. Rollen Sie die Farbe vor dem Auftragen immer am Abstreifgitter ab, um überschüssige Farbe zu entfernen.

Schlechte Deckkraft

Billige Farben decken oft erst nach mehreren Anstreichen. Auch ein unvorbereiteter Untergrund (z. B. Nikotinflecken, Schimmel) kann durchscheinen.

Überspringen Sie die Untergrundvorbereitung nicht und streichen Sie lieber zwei dünne Schichten als eine dicke – das ergibt ein gleichmäßigeres Ergebnis.

Unsaubere Kanten

Die häufigste Ursache von unsauberen Kanten: Das Malerkrepp wurde zu spät entfernt oder die Kanten wurden nicht sorgfältig vorgestrichen. Kleben Sie die Übergänge zur Wand präzise mit Malerkrepp ab und streichen Sie die Kanten zuerst mit einem Pinsel vor. Entfernen Sie das Kreppband, solange die Farbe noch feucht ist, um Ausfransungen zu vermeiden.

Farbe haftet nicht

Wenn die Farbe blättert oder nicht richtig haftet, deutet das meist darauf hin, dass der Untergrund nicht sauber oder feucht war, oder nicht grundiert wurde. Auch zu hohe Raumtemperaturen oder Zugluft können die Haftung beeinträchtigen. Reinigen Sie die Decke vor dem Streichen gründlich und entfernen Sie Staub, Fett oder alte Farbreste. Vor allem glatte Untergründe wie Beton sollten auf jeden Fall grundiert werden. Streichen Sie bei Raumtemperatur und vermeiden Sie Zugluft während dem Trocknen.

Farbflecken nach dem Trocknen

Ungleichmäßiger Farbauftrag oder nachträgliches Überstreichen bereits getrockneter Stellen führen zu Farbunterschieden nach dem Trocknen. Prüfen Sie das Ergebnis bei Tageslicht und streichen Sie ggf. ein zweites Mal komplett nach. Vorbeugen können Sie diesem Problem, indem Sie die gesamte Decke in einem Rutsch streichen, statt einzelne Stellen nachzubessern.

Und nicht zuletzt: Rückenschmerzen

Das Streichen einer Decke ist anstrengend, besonders ohne Hilfsmittel. Sie können einen Teleskopstab nutzen und in Abschnitten arbeiten, um die Belastung zu verringern.

Warum ist die Streichrichtung so wichtig?

Die Richtung, in der Sie die Decke streichen, entscheidet maßgeblich über das Endergebnis. Streifen oder ungleichmäßige Farbverläufe entstehen oft, wenn die Farbe nicht gleichmäßig aufgetragen wird.

Ein weiterer Grund, der oft übersehen wird, ist aber, dass die Streichrichtung nicht zum Lichteinfall passt. Das Tageslicht fällt meist von der Fensterseite aus in den Raum und betont jede Unebenheit oder jeden Pinselstrich. Deshalb ist es entscheidend, die Decke in Richtung des Lichteinfalls zu streichen – also von der Fensterseite aus in den Raum hinein.

Decke streichen: Längs oder quer zum Fenster?

Die richtige Technik: Erst längs, dann quer

Profis arbeiten nach einer bewährten Reihenfolge:

  1. Längs zum Lichteinfall streichen
  2. Quer zum Lichteinfall „verschlichten“

Beginnen Sie also am Fenster und arbeiten Sie sich mit der Farbrolle in geraden Bahnen zur gegenüberliegenden Wand vor. So vermeiden Sie, dass das Licht später Streifen sichtbar macht.

Nach dem ersten Auftrag in Längsrichtung streichen Sie die noch feuchte Farbe sofort im rechten Winkel (also quer zum Licht) nach. Diese Technik nennt man „verschlichten“. Sie sorgt für einen gleichmäßigen, streifenfreien Farbauftrag.

Durch das Überkreuzen der Streichrichtungen werden mögliche Rollansätze oder Farbunterschiede ausgeglichen. Die Farbe verteilt sich gleichmäßiger, und die Decke wirkt am Ende makellos.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So streichen Sie Ihre Decke wie ein Profi

1. Vorbereitung ist alles

Zuerst muss der Raum freigeräumt werden. Entfernen Sie Möbel oder decken Sie sie mit Folie ab. Auch der Boden sollte geschützt werden.

Staub, Spinnweben oder Fettflecken (z. B. in der Küche) müssen von der Decke entfernt werden, damit die Farbe gut haftet. Spachteln Sie Unebenheiten und schleifen Sie die Stellen glatt.

Kleben Sie die Übergänge zwischen Wand und Decke mit Malerkrepp ab, um saubere Kanten zu erhalten.

2. Das richtige Werkzeug wählen

Verwenden Sie eine hochwertige Farb-Rolle mit mittlerem Flor (ca. 12 mm) für glatte Decken. Bei strukturierten Decken (z. B. Raufaser) eignen sich Langflorrollen.

Ein Teleskopstab erleichtert das Streichen und schont Ihren Rücken.

Wählen Sie eine Deckenfarbe mit langer Offenzeit (z. B. von Alpina oder Caparol). Diese bleibt länger nass und lässt sich besser verarbeiten, was Streifen vermeidet.

3. Streichen in der richtigen Reihenfolge

  1. Ecken und Kanten: Nutzen Sie einen Pinsel oder eine kleine Rolle, um die Ränder präzise zu streichen.
  2. Teilen Sie die Decke gedanklich in gleich große Quadrate (ca. 1 m²) ein. So behalten Sie den Überblick.
  3. Längs zum Licht streichen: Beginnen Sie am Fenster und arbeiten Sie sich mit der Rolle in geraden Bahnen vor.
  4. Quer „verschlichten“: Streichen Sie die noch feuchte Farbe sofort quer nach, um einen gleichmäßigen Auftrag zu erzielen.

“Verschlichten” bedeutet, dass nach dem ersten Streichen noch einmal mit einem Pinsel oder einer Rolle über die Farbe gegangen wird, ohne tatsächlich weitere Farbe aufzutragen. Das Ziel davon ist nur, eventuell vorhandene Streifen zu glätten.

4. Trocknen lassen und ggf. nachstreichen

  • Lassen Sie die erste Schicht vollständig trocknen (je nach Farbe 4–12 Stunden).
  • Prüfen Sie das Ergebnis bei Tageslicht. Falls nötig, streichen Sie die gesamte Decke ein zweites Mal – immer wieder in Längs- und Querrichtung.

Häufige Fehler beim Decke-Streichen

FehlerUrsacheLösung
Sichtbare StreifenFarbe trocknet zu schnell, ungleichmäßiger AuftragImmer „nass in nass“ streichen, Raumtemperatur nicht zu hoch (ideal: 18–22 °C)
Tropfende FarbeRolle zu nass, falsche TechnikRolle gut abrollen, nicht zu viel Farbe aufnehmen
Schlechte DeckkraftBillige Farbe, zu dünner AuftragHochwertige Farbe mit Deckkraftklasse 1 verwenden, satt auftragen
Unsaubere KantenKreppband zu spät entferntKreppband entfernen, solange die Farbe noch feucht ist


 

“Nass-in-nass”-Streichen bedeutet, dass eine weitere Farbschicht aufgetragen wird, noch bevor die erste Schicht getrocknet ist. So werden die Farbschichten miteinander verwoben und ergeben eine gleichmäßige Oberfläche ohne Streifen.

Warum Sie einen Profi beauftragen sollten

Auch mit dieser Anleitung ist das Streichen einer Decke anstrengend und erfordert Übung. Besonders bei hohen Räumen, komplizierten Deckenstrukturen oder wenn Sie ein perfektes Ergebnis ohne Streifen wünschen, lohnt sich die Unterstützung eines erfahrenen Malermeisters.

Bei Lamprecht Malermeister übernehmen wir das Streichen Ihrer Decke fachgerecht von der Vorbereitung bis zum letzten Pinselstrich. Mit unserer langjährigen Erfahrung und hochwertigen Materialien garantieren wir Ihnen ein streifenfreies, langlebiges Ergebnis.

Kontaktieren Sie uns jetzt für ein unverbindliches Angebot.

Fazit: So gelingt der perfekte Deckenanstrich

  • Die Richtung ist entscheidend: Immer längs zum Lichteinfall streichen und anschließend quer „verschlichten“.
  • Vorbereitung nicht vernachlässigen: Saubere, glatte Decke und hochwertiges Werkzeug sind das A und O.
  • Geduld zahlt sich aus: Lieber zweimal dünn streichen als einmal zu dick und immer „nass in nass“ arbeiten.

Mit diesen Tipps steht einem makellosen Ergebnis nichts mehr im Weg. Und falls Sie Unterstützung brauchen: Wir von Lamprecht Malermeister sind gerne für Sie da!